Drop on Demand versus Continuous Ink Jet

- Die Continuous Ink Jet (CIJ) Technologie
- Drop on Demand (DoD) oder "Dröpje voor Dröpje"
- Thermische Druckwerke
Die Continuous Ink Jet (CIJ) Technologie
"Echte" Tintenstrahltechnik wird ausschließlich in der Industrie oder im Rahmen professioneller Drucktechnik eingesetzt. Zu aufwendig und teuer ist das Verfahren. Vereinfacht dargestellt setzt das Continuous Ink Jet Verfahren eine Hochdruckpumpe ein, um einen Tintenstrahl in eine Druckdüse zu transportieren. Hier wird der Strahl mithilfe eines piezoelektrischen Wandlers in eine Wellenform aus Mikrotröpfchen zerteilt, die mit bis zu 30 Bar die Druckdüse verlassen. Eine aufwendige Lade- und Ablenkelektronik sorgt dafür, dass die Tintentropfen ihr Ziel erreichen. Die beim Textdruck zu rund 95 und 98 % überflüssigen Tropfen werden dabei in ein Fangrohr abgeleitet und mittels Unterdruck in den Tintentank zurückgeführt. Das Verfahren eignet sich hervorragend, um stark unebene Medien zu bedrucken. Kabelkennzeichnungen oder Haltbarkeitsdaten auf Dosen, Flaschen und anderen Verpackungen sind Beispiele für Einsatzbereiche des CIJ Verfahrens. Für den Privatbereich oder Büroeinsatz sind solche Drucker nicht geeignet.
Drop on Demand (DoD) oder "Dröpje voor Dröpje"
Wer heute von Tintenstrahldruckern redet, meint im Allgemeinen die im Small Office und Home Bereich (SOHO) üblichen Drop on Demand Drucker. Wie der Name schon sagt, setzen diese Drucker auf einzelne, bedarfsgerecht erzeugte Tröpfchen, was die Technologie deutlich preiswerter macht. Je nach Hersteller kommen dabei zwei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz: Während Epson und Siemens auf piezoelektrische Druckköpfe setzten, verwenden HP, Canon und Lexmark thermische Druckwerke - auch Bubble Jet genannt. Beide Technologien sollen in extremer Verkürzung erläutert werden:
Piezoelektrische Druckwerke setzen auf die Möglichkeiten, Festkörper durch elektrische Impulse zu verformen. Ob in Form winziger Keramikröhren oder als Keramikplatte - ein ansteigender Spannungsimpuls erzeugt einen Unterdruck im Tintenkanal der als Welle zum Druckkopf läuft, während der abfallende Spannungsimpuls eine Überdruckwelle erzeugt, die dazu führt das exakt ein Tropfen den Druckkopf verlässt.
Thermische Druckwerke
Sie setzen, wie der Name vermuten lässt, Hitze ein, um Tintentropfen zu erzeugen. Unter der Bezeichnung Bubble Jet zählen sie heute zu den verbreitetsten Tintendrucksystemen. Ein Spannungsimpuls von 3 bis 7 Mikrosekunden erzeugt eine Temperatur von über 500 Grad Celsius in einem Heizelement. Dadurch wird die angrenzende Tinte zum Sieden gebracht und erzeugt innerhalb von 15 Mikrosekunden eine geschlossene Dampfblase, die mit einem Druck von bis zu 10 Bar einen Tintentropfen aus dem Druckkopf schleudert. Da die Dampfblase die Verbindung zwischen Heizelement und Tinte praktisch vollständig unterbricht, und nach 40 Mikrosekunden kollabiert, ist das Bubble Jet System in hohem Maße selbstregulierend. Die Bubble Jet Technik ist besonders günstig herzustellen.