Der Aufbau einer Durckerpatrone

Mit oder ohne Kopf
Einige Hersteller setzen auf Systeme mit integriertem Druckkopf. Das gewährleistet zwar jeder Patrone optimale Bedingungen - immerhin startet jede mit einem komplett neuen Düsensatz - doch dahinter steckt vor allem geschicktes Marketing. Neben höheren Preisen wird quasi als Nebeneffekt das Nachtanken limitiert, denn mehr als 5 Zyklen steht kaum ein integrierter Druckkopf ohne Schaden durch. Andere Hersteller setzen auf höherwertige Druckköpfe im Drucker selbst, entweder fest verbaut oder gesondert austauschbar.
Der Tintentank
Zentraler Bestandteil jeder Druckerpatrone ist natürlich der Tintentank. Kombisysteme bringen gleich "en bloc" 3-5 Tintentanks in einem Gehäuse unter. Single-Ink-Systeme beschränken sich auf eine Farbe. Trotz aller Individualität lassen sich dabei grundsätzlich drei Bauformen unterscheiden: Schwamm, Folie oder reines Unterdrucksystem. In den meisten Fällen wird ein Schwamm verwendet, der vor allem die Aufgabe hat, die Tinte am Auslaufen zu hindern. Mit dieser Technik lassen sich - zu günstigen Preisen - recht große Tintentanks konstruieren.
Ein anderes Verfahren ist die Verwendung eines Folien- oder Gummisacks, der sich mit zunehmender Leerung zusammenzieht. Durch einen Federdruck innerhalb der Patrone wird ein Unterdruck erzeugt, der ein Auslaufen der Tinte verhindert. Das dritte Verfahren ist ein reines Unterdruckverfahren, bei dem die Tinte direkt in flüssiger Form in der Tintenkammer enthalten ist. Der Unterdruck stellt sicher, dass keine Tinte ungewollt austreten kann. Solch reine Unterdruckverfahren sind jedoch selten. In Kombination mit einer Schwammtechnik werden sie jedoch öfter eingesetzt. Solche Patronen verwenden zwei getrennte Kammern. Die größere enthält den mit Tinte getränkten Schwamm, eine kleine Kammer enthält die flüssige Tinte. Durch einen Unterdruck ist gewährleistet, dass die Flüssigkammer kontinuierlich mit Tinte aus der größeren Kammer versorgt wird.
Ein Chip gehört immer öfter dazu
Kaum noch eine Patrone die "ohne" auskommt. Ein Mikrochip gehört heute schon fast zur Standardausrüstung einer Tintenpatrone. Der kontrolliert unter anderem den Tintenstand, soll aber vor allem den Drucker vor Fremdtinte schützen.