Hewlett-Packard - Hersteller von Druckern und Druckerpatronen

Hewlett-Packard unter Druck
Die ersten Drucker bringt HP 1984 auf den Markt. Mit dem HP-ThinkJet darf sich das Unternehmen fortan rühmen, den ersten Bubble Jet Tintendrucker hergestellt zu haben. Der im gleichen Jahr vorgestellte Desktop Laserdrucker verpasst diesen Rang knapp um ein Jahr. Der erste Farbtintendrucker folgte 1994.
HP und das flüssige Gold
Wie jeder Druckerhersteller investiert auch HP viel in die Entwicklung eigener Verbrauchsmaterialien; insbesondere in Tinte. Dabei setzt HP von Anfang an bei den Tintendruckern auf externe Druckköpfe, die unmittelbar in die Tintenpatronen integriert sind. Gleich zwei Vorteile sind mit dieser Entscheidung verbunden. Die Drucker selbst können preiswerter produziert werden, da sie lediglich die Mechanik für Papiertransport und Druckschlitten benötigen. Da die Druckköpfe ausgetauscht werden, sobald die Patrone leer ist, lassen sich auch hier Kosten sparen, denn viel mehr als einen Patronenzyklus muss ein solcher Druckkopf nicht unbeschadet überstehen. Gleichzeitig lässt sich mit Hinweis auf den integrierten Druckkopf ein höherer Preis für die Tintenpatrone erzielen. Diese Philosophie ist so erfolgreich, dass HP mittlerweile mit dem Verkauf von Tintenpatronen (die etwa ein Drittel aller Umsätze ausmachen) den Löwenanteil des gesamten Unternehmensgewinns (ca. Dreiviertel) erzielt.
Tinte (nicht) nur aus eigener Herstellung
Als erstes Unternehmen verzichtet HP mittlerweile darauf, in den Garantiebedingungen die Verwendung von Fremdtinte als Ausschlussgrund festzuschreiben. Da die integrierten Druckköpfe ohne Lizenzverpflichtung nicht nachgebaut werden können und unbeschadet kaum mehr als drei bis fünf Wiederbefüllungen der Originalpatrone überstehen, dürfte dies aber vor allem werbewirksame Gründe haben. Zudem sorgt ein geschickt beworbenes Recycling Konzept dafür, dass viele Originalpatronen direkt zum Hersteller zurückfinden und erst gar nicht zur Wiederbefüllung gelangen.